Im Projekt „SeLeP“ wurde ein modulares Schulungskonzept entwickelt, das unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt und so zu einer Kultur der Selbstbestimmung und Würde für alle in einer stationären Pflegeeinrichtung Arbeitenden und Lebenden beitragen soll. Im Zentrum des Konzepts stehen keine abstrakten ethischen Fragestellungen. Schwerpunkt ist vielmehr der praxisbezogene Austausch von Erfahrungen rund um Konflikte, wie sie im Heimalltag immer wieder vorkommen. Der Fokus liegt auch nicht, wie sonst üblich, ausschließlich auf den Beschäftigten, sondern adressiert alle Personen, die an der Herstellung und Wahrung von Selbstbestimmung und Würde beteiligt sind und bezieht auch die Bewohnerinnen und Bewohnern sowie deren An- und Zugehörigen mit ein.

Dafür wurden 4 Basismodule entwickelt, die sowohl online-basierte Elemente als auch Inhouse-Elemente umfassen. Die Schulung soll dazu anregen, die eigene Haltung zu relevanten Fragen rund um Selbstbestimmung und Würde zu reflektieren und dazu dienen praktische Herausforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis gemeinsam zu diskutieren. Damit das Schulungskonzept, das bislang noch nicht erprobt wurde, auch in der Breite angewendet werden kann, soll es in einem nächsten Schritt gemeinsam mit Praktikerinnen und Praktikern sowie Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen weiterentwickelt, technisch umgesetzt und praktisch erprobt werden. Dazu startet im August 2021 die Fortsetzungsstudie „Selbstbestimmtes Leben im Pflegeheim 2.0 (SeLeP 2.0)“.

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Selbstbestimmtes Leben im Pflegeheim (SeLeP 1.0)