Demenz

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Definition

Stand: 14. Januar 2025

„Weg vom Geist“ beziehungsweise „ohne Geist“ – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs „Demenz“ aus dem Lateinischen. Damit ist das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen genannt, nämlich der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit. Am Anfang der Krankheit stehen Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit, in ihrem weiteren Verlauf verschwinden auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses, sodass die Betroffenen zunehmend die während ihres Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten verlieren. Aber eine Demenz ist mehr als eine „einfache“ Gedächtnisstörung. Sie zieht das ganze Sein des Menschen in Mitleidenschaft: seine Wahrnehmung, sein Verhalten und sein Erleben.

Demenzerkrankungen können eine Vielzahl von Ursachen haben. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen primären und sekundären Formen der Demenz. Letztgenannte sind Folgeerscheinungen von anderen, meist außerhalb des Gehirns angesiedelten Grunderkrankungen, wie zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen, Vitaminmangelzuständen und chronischen Vergiftungserscheinungen durch Alkohol oder Medikamente. 

Diese Grunderkrankungen lassen sich behandeln und teilweise sogar heilen. Somit ist häufig eine Rückbildung der demenziellen Beschwerden möglich. Allerdings machen sekundäre Demenzen nur circa zehn Prozent aller Krankheitsfälle aus, rund 90 Prozent entfallen auf die primären und in der Regel irreversibel, also unumkehrbar verlaufenden Demenzen, die durch den Verlust von Nervenzellen im Gehirn bedingt sind. Hier wiederum dominiert der Typ Alzheimer. Dieser ist für rund zwei Drittel aller Demenzerkrankungen verantwortlich. Es folgen mit circa 20 Prozent die sogenannten vaskulären, das heißt gefäßbedingten Demenzen, wobei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler davon ausgehen, dass auch Mischformen eine nicht unerhebliche Rolle spielen. An diesen leiden etwa 15 Prozent der Patientinnen und Patienten.

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Alle Beiträge zum Thema

Link zum Artikel: Die lokale Allianz als Anker vor Ort
18. September 2025

Die lokale Allianz als Anker vor Ort

Die Diagnose Demenz ist lebensverändernd – für die Betroffenen und ihre An- und Zugehörigen. Neben medizinischer Versorgung und Pflege werden vor allem Information, Orientierung und konkrete Unterstützung im Alltag gebraucht. Genau hier setzen die „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“ an: Sie bündeln Ressourcen, geben Unterstützung und ermöglichen aktive Teilhabe und Austausch.

Artikel
Link zum Artikel: Die Versorgung bei Alzheimer-Demenz unterstützen
18. September 2025

Die Versorgung bei Alzheimer-Demenz unterstützen

Wie gelingt es, medizinische Leitlinien, praktische Erfahrungen und die Perspektiven aller Beteiligten im ambulanten Versorgungsalltag zusammenzuführen? Das Projekt „Entwicklung eines Versorgungspfades für Menschen mit Alzheimer-Demenz (und ihrer An- und Zugehörigen)“ erarbeitet aktuell ein praxisnahes Konzept, das künftig Orientierung bieten und die Versorgungsqualität verbessern soll. 

Artikel
Link zum Artikel: Museum neu erlebt – Welche Wirkung Kunst und Kultur auf Menschen mit Demenz haben können
22. Januar 2025

Museum neu erlebt – Welche Wirkung Kunst und Kultur auf Menschen mit Demenz haben können

Wie können Kunst und Kultur die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verbessern? Der Praxisdialog beleuchtete die Modellprojekte „Erinnerungs_reich“ (TU Dresden) und „ARTEMIS“ (Goethe-Universität Frankfurt). Dr. Michael Wächter und Dr. Arthur Schall zeigen, wie Museumsbesuche Wohlbefinden fördern und Symptome lindern können. 

Praxisdialog Video
Eine Werbegrafik für „Praxisdialog“ mit zwei Männern in Sprechblasen. Der Text lautet: "Museum neu erlebt – Welche Wirkung Kunst und Kultur auf Menschen mit Demenz haben können mit Dr. Michael Wächter und Dr. Arthur Schall". Der Hintergrund weist kreisförmige Muster in Orange und Hellrot auf.
Link zum Artikel: Aus der Praxis: Angebote für Menschen mit Demenz vor Ort gestalten
12. Januar 2025

Aus der Praxis: Angebote für Menschen mit Demenz vor Ort gestalten

Wie können Kommunen und Quartiere auch für Menschen mit Demenz Orte der Teilhabe bleiben? Ute Hauser (Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg) zeigte im Praxisdialog, wie kommunale Ressourcen aktiviert werden, und Dr. Lilli Neumann (Ministerium Mecklenburg-Vorpommern) berichtete über die Entwicklung eines Demenzplans. Erfahren Sie, wie nachhaltige Strukturen entstehen und Demenz ins Bewusstsein gerückt wird.

Praxisdialog Video
Werbegrafik für „PRAXISDIALOG“ mit den beiden Frauen Ute Hauser und Dr. Lilli Neumann. Der deutsche Text enthält Veranstaltungsdetails zu lokalen Betreuungsangeboten für Menschen mit Demenz, mit dekorativen roten Kreisen und einem Logo.
Link zum Artikel: Pflege vor Ort für Menschen mit Demenz
08. Januar 2025

Pflege vor Ort für Menschen mit Demenz

Wie können Landkreise, Kommunen und Quartiere so gestaltet werden, dass sie auch für Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen ein Ort der Zugehörigkeit und Teilhabe bleiben? Beispiele in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern zeigen, was möglich ist. 

Artikel
Link zum Artikel: Perspektivwechsel mit dem Demenz-Balance-Modell
04. Januar 2024

Perspektivwechsel mit dem Demenz-Balance-Modell

Menschen mit Demenz verlieren immer mehr Kompetenzen, wodurch ihr Identitätsgefüge aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Damit Pflegekräfte sich besser in diese Situation einfühlen können, hat Barbara Klee-Reiter das Demenz-Balance-Modell erarbeitet. Auf der Veranstaltung hat sie ihre Erfahrungen im Umgang damit vorgestellt.

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Illustration von drei zusammenstehenden Personen, eine davon mit verschränkten Armen. Über ihnen sind ein Gehirn, orange Punkte und ein Buch mit der Aufschrift „Demenz-Balance-Modell“ zu sehen. Im Hintergrund ist ein hellgrauer Kreis zu sehen.
Link zum Artikel: Kommunikation bei Menschen mit Demenz
04. Januar 2024

Kommunikation bei Menschen mit Demenz

Der Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ wurde vor vier Jahren veröffentlicht. Zahlreiche stationäre und teilstationäre Einrichtungen, ambulante Dienste und Krankenhäuser haben ihn umgesetzt. Welche Erfahrungen in der Praxis damit gemacht wurden, wurde im November 2023 auf einer Fachveranstaltung im Konferenzzentrum Mauerstraße in Berlin-Mitte diskutiert. Jetzt liegt eine Dokumentation vor. 

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Abbildung einer Person mit nachdenklichem Gesichtsausdruck, die Hand auf dem Gesicht. Um sie herum sind Sprechblasen, Pluszeichen und Verbindungslinien und -kreise, die Problemlösung oder Kontemplation suggerieren. Die Farben sind in Lila- und Orangetönen gehalten.
Link zum Artikel: Ein Wandel im Umgang mit Demenz in Pflege und Betreuung
04. Januar 2024

Ein Wandel im Umgang mit Demenz in Pflege und Betreuung

In der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz geht es um eine veränderte Perspektive, eine andere Haltung und bewusstes, empathisches Interagieren: Weg von der funktionalen Ausrichtung hin zum Erhalt und zur Stärkung der Person. Der Expertenstandard soll dazu beitragen, die Professionalität der Pflege zu stärken, indem die Beziehung, das Interagieren und miteinander Umgehen bewusst gestaltet wird und eine zugewandte Pflege und Betreuung handlungsleitend umgesetzt wird. 

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Abbildung einer Person, die ihren Kopf hält, umgeben von Denkblasen, Kreuzen und Netzwerkdiagrammen. Die Farbpalette besteht überwiegend aus Lila und Orange.
Link zum Artikel: Der person-zentrierte Ansatz in der Pflege
04. Januar 2024

Der person-zentrierte Ansatz in der Pflege

Der Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ wurde durch das Deutsche Netzwerk für Qualitätssicherung in der Pflege (DNQP) in Kooperation mit dem Deutschen Pflegerat und mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit entwickelt.

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Abbildung von zwei Personen, die lächeln und Händchen halten. Eine hat eine Sprechblase, die ein Gespräch andeutet. Im Hintergrund sind verbundene Punkte zu sehen.
Link zum Artikel: Umsetzung im Krankenhaus: Ein Erfahrungsbericht
04. Januar 2024

Umsetzung im Krankenhaus: Ein Erfahrungsbericht

In Krankenhäusern werden immer mehr Menschen mit Demenz behandelt. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die den Umgang mit ihnen oder die Verständigung erschweren. Die Beziehungsgestaltung ist ein entscheidender Schlüssel für eine gute Versorgung, berichtet Sabine Herler-Kettrukat vom AGAPLESION Markus Krankenhaus Frankfurt.

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Abbildung eines Krankenhausgebäudes in Lilatönen. Darüber ist eine denkende Person mit einer Glühbirne zu sehen, die eine Idee symbolisiert. Verbundene Punkte umgeben die Szene und deuten auf Konnektivität oder Vernetzung hin.
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